Warum wird ein Hygieneplan im Katastrophenfall benötigt? Darüber lesen Sie in diesem Blogartikel und erfahren essenzielle Maßnahmen für einen Hygieneplan.

Wozu brauchen Sie einen Hygieneplan?

Durch Naturkatastrophen und andere kritische Krisenfälle kann es unter Umständen zu einer Wasserknappheit kommen. In einzelnen Fällen kann das Wasser verunreinigt werden und ist dadurch begrenzt zugänglich. Hygienemaßnahmen wie Hände waschen, Geschirr abwaschen oder die Toilette spülen sind beispielsweise nicht mehr ohne Weiteres möglich. Im Extremfall Blackout fällt flächendeckend der Strom aus und somit auch die übliche Hygiene-Routine. Denn: Dafür ist Strom notwendig, wenn die Wasserzufuhr über eine elektrisch betriebene Wasserpumpe erfolgt. Solange der Strom ausfällt, wird somit kein Wasser mehr gefördert.

Was also dann tun? Folgen Sie im Krisenfall den Hygieneplan im Katastrophenfall. Damit setzen Sie Maßnahmen zur Einhaltung und Gewährleistung hygienischer Standards um. Diese dämmen die Ausbreitung von Infektionen und epidemischen Ausbrüchen ein.

Welche Maßnahmen gehören in einen Hygieneplan?

Die folgenden Maßnahmen bilden die Basis für einen Hygieneplan im Katastrophenfall. Damit schaffen Sie eine Grundlage für die Hygiene auch in Krisenzeiten.

Regelmäßig die Hände waschen

Es ist eines der wichtigsten Maßnahmen im Hygieneplan. Durch das regelmäßige Händewaschen reduzieren Sie das Risiko für Infektionen und die Übertragung von Krankheiten. Insbesondere vor dem Essen und Trinken, bei der Rückkehr aus dem Freien oder um Ansteckungen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Hände waschen.

Legen Sie sich vorab einen Vorrat mit Handseife und Desinfektionsmitteln an. Verwenden Sie bei Wasserknappheit für das Händewaschen Nutzwasser, etwa aus Regenwasser. Dadurch müssen sie nicht auf wertvolles Trinkwasser zurückzugreifen.

Gut zu wissen: Bei großflächigen Katastrophenlagen sind oftmals Einsatzkräfte vor Ort, die Nutzwasser für die Bevölkerung bereitstellen.

Eine saubere Küche aufrechterhalten

Offenstehende Essensreste und keine Müllentsorgung locken Ungeziefer an. Zusätzlich fallen Kühl- und Gefrierschrank bei einem Stromausfall aus und kühlpflichtige Lebensmittel werden ungenießbar. Achten Sie darauf, schnell verderbliche Lebensmittel zu verbrauchen. Spülen Sie das Geschirr direkt nach dem Essen mit der Hand und wischen Sie über die Flächen. Auch hier verwenden Sie im Idealfall Nutzwasser und haben einen Vorrat an Spülmittel und Desinfektionsmittel angelegt. Den Abfall sammeln sie in einem Müllbeutel und verschließen ihn bestmöglich, bis der Müll abgefahren wird.

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Toilette nutzen – ohne Toilettenspülung

Steigen Sie bei einem Stromausfall nicht auf das Wildpinkeln um, wenn die Toilettenspülung ausfällt. Es ist strafbar und Urin kann durch seine Zusammensetzung Auswirkungen auf die Umwelt haben. Nutzen Sie daher weiterhin die gewohnte Toilette und spülen Sie nach einem Toilettengang mit Nutzwasser nach. Besonders wichtig im Hygieneplan: Waschen Sie Ihre Hände. Vorab sollten Sie einen Vorrat mit genügend Handseife und Toilettenpapier anlegen.

Sollte der Zugang zu einer funktionierenden Toilette nicht möglich sein, eignet sich eine Campingtoilette. Diese hat eine Traglast von 150kg, kommt ohne Chemie aus und enthält kompostierbare Toilettenbeutel. Für das kleine Geschäft eignen sich auch Urinbeutel, die über den Hausmüll entsorgt werden. Alternativ kommen Gläser mit Drehverschluss oder ähnliche Gegenstände in Frage, die geruchsdicht sind.

Nutzwasser trinkbar machen

Gehen Sie im Krisenfall sparsam mit Wasser um. Sichern Sie sich damit möglichst lange einen ausreichenden Wasservorrat für den Hygieneplan. Machen Sie zusätzlich mit den richtigen Utensilien aus Nutzwasser wertvolles Trinkwasser. Damit sorgen Sie für eine Trinkwasserversorgung in Krisenfällen und für Ihre Gesundheit vor, wenn Sie genügend trinken.

Hygieneplan für das Wäschewaschen

Wenn fließendes Wasser nicht gewährleistet ist, waschen Sie Wäsche nur so oft wie nötig und so wenig wie möglich. Gut für den Krisenfall eignet sich eine Waschmaschine to go. Damit waschen Sie in kurzer Zeit eine kleine Menge schmutziger Wäsche ohne Strom und mit nur wenig Wasserzufuhr.

Tipp für den Hygieneplan: Legen Sie den Vorrat mit Seife, Desinfektionsmitteln, Waschmitteln, Toilettenpapier zur Notfall-Box oder Notfall-Tasche. So sind die wichtigsten Utensilien für den Katastrophenfall gebündelt.

Gadgets für den Hygieneplan im Überblick:

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Wir von inventied sind ehrenamtlich im Technischen Hilfswerk (THW) tätig und sehen, dass die Themen Katastrophenschutz, Zivilschutz und Seuchenschutz eng miteinander zusammenhängen. Durch unsere Einsätze wissen wir, auf welche essenziellen Maßnahmen es im Hygieneplan für den Katastrophenfall ankommt. Erfahren Sie mehr zu uns.

Wir möchten unser Wissen über den Katastrophenschutz mit Ihnen teilen. Was interessiert Sie neben dem Hygieneplan noch? Schreiben Sie uns an info@inventied.de.

Autor: Markus Weidmann
Autor: Markus Weidmann

CTO bei inventied

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